Das Geisterschiff – Kapitel 28
John C. Hutcheson
Das Geisterschiff
Kapitel 28
Sieben Jahre
Wir erreichten La Guayra und von dort aus sicher Caracas – trotz der Tatsache, dass das Land gerade die akute Phase einer seiner periodischen Revolutionen durchmachte. Diese war unmittelbar auf ein schweres Erdbeben gefolgt; solche Erschütterungen der Natur und der Gesellschaft sind charakteristische Merkmale Venezuelas. Man könnte fast sagen, die Hauptprodukte seines fruchtbaren Bodens seien Kakao und Patrioten. Letztere sind ein ebenso großer Exportartikel wie der Kakao – besonders nach politischen Krisen. Sie bestehen aus allen Arten von Männern, ob gebürtige Untertanen oder ausländische Intriganten, die alle gegen eine entsprechende Entschädigung bereit sind, ihrem natürlichen oder adoptierten Mutterland zu dienen.
Colonel Vereker war maßgeblich an einer weitläufigen Goldmine im Landesinneren beteiligt und setzte mich dort als seinen Weiterlesen
Frank Reade Library – Nummer 1 – Kapitel 7
Frank Reade jr. und sein neuer Dampfmann
Oder: Die Reise des jungen Erfinders in den Wilden Westen
Kapitel 7
Die Wachen
»Was ist los?«, keuchte Frank und wurde schläfrig wach.
»Seien Sie still, Mr. Frank! Da draußen auf der Wiese ist ein seltsames Licht zu sehen. Ich dachte, ich mache Sie darauf aufmerksam, Sir.«
»Ein Licht?«, murmelte Frank, nun hellwach.
Er stand auf, rieb sich die Augen und starrte auf das entfernte Leuchten.
»Das ist seltsam«, murmelte er. »Das müssen wir untersuchen.«
Westward! Ho! – Erinnerungen eines Trappers – Kapitel 53
Ein Salzbett – Indianerpfeile – Brutales Verhalten eines Jägers gegenüber einem alten Indianer – Canyon des White River
Am Achten brach ich mit anderen auf, um Salz an einer Stelle zu beschaffen, die unsere Jäger gestern entdeckt hatten. Wir ritten drei Meilen flussabwärts und fanden das Salz in einer Sumpfmulde auf der Westseite des Flusses. Es befand sich auf der Oberfläche eines schwarzen, stinkenden Morastes von etwa fünfzig oder sechzig Schritten Umfang. Die obere Schicht war fein und weiß wie Schnee und reichte bis in eine Tiefe von zwei Zoll; darunter lag eine Schicht wunderschöner Kristalle von fünf oder sechs Zoll Tiefe, die auf der Oberfläche des Morastes ruhten. Während wir das Salz herausschöpften, sanken wir langsam bis zu den Knien in den Schlamm ein und mussten ständig die Position wechseln, da wir uns aus dieser Tiefe kaum noch befreien konnten. Wir kamen zu dem Schluss, dass wir wohl gänzlich verschwinden würden, blieben wir nur lange genug an derselben Stelle stehen. Diese Annahme wurde dadurch bestätigt, dass wir einen vier Fuß langen Stock hineinstießen, ohne dabei auf mehr Widerstand als an der Oberfläche zu stoßen. In wenigen Minuten sammelte ich etwa einen halben Scheffel und kehrte mit meinen Gefährten, die ebenso erfolgreich waren, ins Lager zurück.
***
Felsenherz der Trapper – Teil 02.2
Felsenherz, der Trapper
Selbst Erlebtes aus den Indianergebieten erzählt von Kapitän William Käbler
Erstveröffentlichung im Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1922
Überarbeiteter Text
Band 2
Das Geheimnis der Llano Estacado
2.Kapitel
Die Verfolgung
Der Mescalero-Häuptling war inzwischen wieder zu sich gekommen. Seine dunklen Augen glitten unstet hin und her, bis sie hasserfüllt an Felsenherz hängen blieben.
Der junge Trapper lag flach auf dem Bauch neben seinen Gefährten, den Kopf nur leicht erhoben. Mit einer unheimlichen, fast eisigen Ruhe sagte er zum Apachen: »Wattami trägt das Jagdmesser meines ermordeten Onkels im Gürtel. Er war dabei, als die Weiterlesen
Eine Reise ins Jahr 2000 – Kapitel 17
William Wallace Cook
Eine Reise ins Jahr 2000
Kapitel 17
Ein Waffenstillstand mit Kinch
Ah, ha! Jasper Kinch wusste nicht, wie gut Lumley für diesen Notfall gerüstet war.
Zwei Schritte brachten den silbernen Muglug um das Ende des Coupés herum und direkt hinter den Detektiv. Im nächsten Moment wurde der unglückliche Mann am Kragen gepackt und, zappelnd und rangelnd, zwölf Fuß hoch in die Luft gehoben.
Jasper Kinch besaß keine weiße Feder (keine Feigheit). Folglich war es ihm selbst in diesem Moment der Gefahr unmöglich, sie zu zeigen. Aber er war aufgeregt. Selbst Lumley konnte das sehen.
»Ich könnte meinen Revolver ziehen, Lumley«, rief Kinch mit würgender Stimme, »und dich dort erschießen, wo du stehst.«
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