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Ein Freund und Mitstreiter ist von uns gegangen

Ein Freund und Mitstreiter ist von uns gegangen

Torsten Low war nicht nur ein leidenschaftlicher Verleger, sondern vor allem ein zutiefst geschätzter Freund, eine tragende Säule der deutschen Phantastik-Szene und darüber hinaus. Sein plötzlicher Tod hinterlässt eine Lücke, die kaum zu füllen ist.

Mit seinem Verlag hat er über Jahre hinweg bewiesen, dass Phantastik – ob Fantasy, Science-Fiction oder Horror – weit mehr ist als nur Unterhaltung. Torsten brannte für die Geschichten, die er verlegte, und vor allem für die Menschen, die sie schrieben.

Er war kein Verleger, der sich hinter Verträgen und Zahlen versteckte. Man fand ihn dort, wo das Herz der Szene schlug: auf Messen, Conventions und Lesungen. Für unzählige Autorinnen und Autoren war er der erste große Förderer, ein geduldiger Mentor und ein verlässlicher Partner auf Augenhöhe. Mit unermüdlichem Engagement, Herzblut und einem unverkennbaren Gespür für verborgene Talente hat er die deutschsprachige Phantastik Weiterlesen

Der Mythos Sweeney Todd und die Ära der Penny Dreadfuls

Der Mythos Sweeney Todd und die Ära der Penny Dreadfuls

Im nebelverhüllten London der viktorianischen Zeit betritt ein ahnungsloser Kunde einen unscheinbaren Friseursalon in der Fleet Street. Er nimmt auf dem Rasierstuhl Platz – doch plötzlich löst ein Mechanismus aus,… Weiterlesen

Varney, der Vampir – Kapitel 68

Thomas Preskett Prest
Varney, der Vampir
oder: Das Blutfest

Ursprünglich als penny dreadful von 1845 bis 1847 veröffentlicht, als es zum ersten Mal in Buchform erschien, ist Varney, der Vampir ein Vorläufer von Vampirgeschichten wie Dracula, die es stark beeinflusst hat.

Kapitel 68
Marchdales heimtückischer Anschlag und sein Ergebnis

Varney der Vampir verließ das Verlies von Charles Holland inmitten der grauen Ruinen in der festen Überzeugung, dass der junge Mann sein Wort halten und vor Ablauf der festgelegten Zeit keinen Fluchtversuch wagen würde.

Diese Zuversicht war vollkommen berechtigt: Da Charles Holland einmal sein Wort gegeben hatte, zu bleiben, bis er die Uhr einer nahe gelegenen Kirche zwei schlagen hören würde, dachte er keinen Augenblick daran, sein Versprechen zu brechen. Es war zwar Weiterlesen

Einbrecher aus Leidenschaft – Einen Dieb fangen III

Einen Dieb fangen

III

Raffles stand über mir, als ich wieder zu Bewusstsein kam. Ich lag auf dem Bett ausgestreckt, über das dieser Ganove Belville seinen fürchterlichen Schlag geführt hatte. Der Koffer lag auf dem Boden, aber sein niederträchtiger Besitzer war verschwunden.

»Ist er weg?«, war meine erste schwache Frage.

»Gott sei Dank du jedenfalls nicht!«, antwortete Raffles mit etwas, das mir damals als reine Leichtfertigkeit erschien. Ich schaffte es, mich auf einen Ellbogen zu stützen.

»Ich meinte Lord Ernest Belville«, sagte ich mit Würde. »Bist du ganz sicher, dass er über alle Berge ist?«

Raffles winkte mit der Hand in Richtung des Fensters, das weit offen zu den Sommersternen stand.

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Marc Jordan – Band 1 – Kapitel 6

Marc Jordan
Heldentaten des größten französischen Detektivs
Band 1
Die Entführung einer Jungfrau
Kapitel 6
Die Romanze des alten Bettlers

Das Haus war wie geschaffen dafür, jemanden zu verbergen. Es stand an einem abgelegenen Ort und war von einem Garten umgeben, der durch hohe Mauern geschützt wurde. Betreten werden konnte er nur durch ein Gittertor, das mit einer hohen Verblendung versehen war, die jeden neugierigen Blick durch die Stäbe verwehrte.

Das Gebäude wirkte düster; sämtliche Fenster und Türen waren sorgfältig verschlossen. Die umliegenden Gartenmauern waren dunkel und an mehreren Stellen rissig. Auf den ersten Blick erweckte das Anwesen den Eindruck, als sei es schon lange unbewohnt und dem Verfall durch Witterung und Zeit preisgegeben.

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