Ein Freund und Mitstreiter ist von uns gegangen
Ein Freund und Mitstreiter ist von uns gegangen
Torsten Low war nicht nur ein leidenschaftlicher Verleger, sondern vor allem ein zutiefst geschätzter Freund, eine tragende Säule der deutschen Phantastik-Szene und darüber hinaus. Sein plötzlicher Tod hinterlässt eine Lücke, die kaum zu füllen ist.
Mit seinem Verlag hat er über Jahre hinweg bewiesen, dass Phantastik – ob Fantasy, Science-Fiction oder Horror – weit mehr ist als nur Unterhaltung. Torsten brannte für die Geschichten, die er verlegte, und vor allem für die Menschen, die sie schrieben.
Er war kein Verleger, der sich hinter Verträgen und Zahlen versteckte. Man fand ihn dort, wo das Herz der Szene schlug: auf Messen, Conventions und Lesungen. Für unzählige Autorinnen und Autoren war er der erste große Förderer, ein geduldiger Mentor und ein verlässlicher Partner auf Augenhöhe. Mit unermüdlichem Engagement, Herzblut und einem unverkennbaren Gespür für verborgene Talente hat er die deutschsprachige Phantastik Weiterlesen
Aus dem Reiche der Phantasie – Heft 7 – Das Stahlross – 4. Teil
Robert Kraft
Aus dem Reiche der Phantasie
Heft 7
Das Stahlross
Verlag H. G. Münchmeyer, Dresden, 1901
Kapitel 4
Vereitelte Listen
»Er kommt! Dort naht das Stahlross!«
Seit dem Besuch des Direktors war erst eine Stunde vergangen, und Mister Litton war noch damit beschäftigt, seinen Leuten – die vollzählig auf dem Kasernenhof, einem freien Platz vor der Stadt, versammelt waren – Instruktionen für den Empfang des seltsamen Gastes zu erteilen, als obige Rufe an sein Ohr drangen.
Der Wolfdämon – 5. Kapitel
Albert W. Aiken
Der Wolfdämon
Oder: Die Königin von Kanawha
5. Kapitel
Virginias Verehrer
Im besten Zimmer von Trevelings Haus saßen der alte General und ein junger Mann namens Clement Murdock. Murdock war ein Verwandter Trevelings und genoss hohes Ansehen beim alten Soldaten.
General Treveling war ein Mann von fünfzig Jahren. Die Jahre hatten sein Haar ergrauen lassen und seine einst stattliche Gestalt gebeugt. Murdock war um die dreißig – ein dunkler, blasser Mann mit stechenden schwarzen Augen und einem hochmütigen Auftreten.
Der junge Mann war gerade eingetreten und hatte nach der herzlichen Begrüßung des Generals an dessen Seite Platz genommen.
Die Abenteuer des Harry Dickson – Band 2 – Kapitel 7
Die Abenteuer des Harry Dickson
Band 2
Das verrufene Hotel in Kairo
Kapitel 7
Das Drama in Nummer 20
Es war noch nicht viel Zeit vergangen, da wurde die Klingel des Hotels Le Crocodile so heftig betätigt, dass der Portier, der bereits geschlafen hatte, beim Geräusch einige laute Flüche ausstieß.
»Das sind sicherlich die beiden neuen Gäste von heute Abend«, knurrte er zwischen zusammengebissenen Zähnen. »Diese unverbesserlichen Zecher! Können die nicht einmal zu einer angemessenen Uhrzeit schlafen gehen? Zum Glück sind sie die einzigen Nachzügler in dieser Nacht.«
Wütend drehte er den Schlüssel um. Durch die angelehnte Tür traten Dickson und Tom Wills, Arm in Arm, ein. Sie brüllten ein Weiterlesen
Der Mythos Sweeney Todd und die Ära der Penny Dreadfuls
Der Mythos Sweeney Todd und die Ära der Penny Dreadfuls
Im nebelverhüllten London der viktorianischen Zeit betritt ein ahnungsloser Kunde einen unscheinbaren Friseursalon in der Fleet Street. Er nimmt auf dem Rasierstuhl Platz – doch plötzlich löst ein Mechanismus aus,… Weiterlesen
Varney, der Vampir – Kapitel 68
Thomas Preskett Prest
Varney, der Vampir
oder: Das Blutfest
Ursprünglich als penny dreadful von 1845 bis 1847 veröffentlicht, als es zum ersten Mal in Buchform erschien, ist Varney, der Vampir ein Vorläufer von Vampirgeschichten wie Dracula, die es stark beeinflusst hat.
Kapitel 68
Marchdales heimtückischer Anschlag und sein Ergebnis
Varney der Vampir verließ das Verlies von Charles Holland inmitten der grauen Ruinen in der festen Überzeugung, dass der junge Mann sein Wort halten und vor Ablauf der festgelegten Zeit keinen Fluchtversuch wagen würde.
Diese Zuversicht war vollkommen berechtigt: Da Charles Holland einmal sein Wort gegeben hatte, zu bleiben, bis er die Uhr einer nahe gelegenen Kirche zwei schlagen hören würde, dachte er keinen Augenblick daran, sein Versprechen zu brechen. Es war zwar Weiterlesen
Neueste Kommentare