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Rücksturz zur Erde: 60 Jahre Raumpatrouille Orion

Rücksturz zur Erde: 60 Jahre Raumpatrouille Orion

ES WAR ein historischer September im Jahr 1966. Während in den Vereinigten Staaten ein gewisser Captain Kirk zu seiner legendären Fünf-Jahres-Mission aufbrach, startete in der Bundesrepublik Deutschland ein völlig anderes, aber nicht minder ikonisches Raumschiff in den Kosmos. Exakt 60 Jahre ist es nun her, dass Commander Cliff Allister McLane und seine unerschrockene Crew zum allerersten Mal über die heimischen Röhrenbildschirme flimmerten. Es ist an der Zeit für eine ausführliche Retrospektive auf ein Stück deutscher Science-Fiction-Geschichte, das in seiner Einzigartigkeit bis heute unerreicht geblieben ist.

Als am 17. September 1966 um 20:15 Uhr unmittelbar nach der Tagesschau die erste Folge von Raumpatrouille – Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion in der ARD ausgestrahlt wurde, stockte der Fernsehnation buchstäblich der Atem. So etwas hatte es in der hiesigen TV-Landschaft schlichtweg noch nie gegeben. Statt der gewohnten seichten Heimatfilme oder braven Fernsehkrimis taten sich plötzlich die unendlichen Weiten des Weltraums im heimischen Wohnzimmer auf. Das Publikum erlebte dieses Spektakel in brillanten, kontrastreichen Schwarz-Weiß-Bildern, untermalt Weiterlesen

Marc Jordan – Band 1 – Kapitel 6

Marc Jordan
Heldentaten des größten französischen Detektivs
Band 1
Die Entführung einer Jungfrau
Kapitel 6
Die Romanze des alten Bettlers

Das Haus war wie geschaffen dafür, jemanden zu verbergen. Es stand an einem abgelegenen Ort und war von einem Garten umgeben, der durch hohe Mauern geschützt wurde. Betreten werden konnte er nur durch ein Gittertor, das mit einer hohen Verblendung versehen war, die jeden neugierigen Blick durch die Stäbe verwehrte.

Das Gebäude wirkte düster; sämtliche Fenster und Türen waren sorgfältig verschlossen. Die umliegenden Gartenmauern waren dunkel und an mehreren Stellen rissig. Auf den ersten Blick erweckte das Anwesen den Eindruck, als sei es schon lange unbewohnt und dem Verfall durch Witterung und Zeit preisgegeben.

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Das Wrack des Piraten – 2. Kapitel

Friedrich Gerstäcker
Das Wrack des Piraten
2. Kapitel
Das Wrack

Am anderen Morgen saß die Señora allein in dem noch leeren Gastzimmer. Sie hatte ihr Nähzeug vor sich auf dem Schoß, doch die sonst so geschäftige Nadel ruhte in ihrer Hand. Für sie höchst ungewöhnlich blickte sie nachdenklich vor sich nieder.

Aufrichtig gesagt, ging ihr der Fremde nicht aus dem Kopf. Gemeinsam mit Manuela hatte sie fast bis Mitternacht all die alten Schuldner in ihren Büchern durchsucht – von A bis Z. Und das waren wahrlich nicht wenige: Chilenen, Engländer, Franzosen, Deutsche, Amerikaner und Italiener; eben alle, die das Schicksal an diese Küste geworfen hatte. Doch sie hatte keinen Einzigen gefunden, dessen Person oder Rechnung auch nur im Geringsten zu dem wunderlichen Fremden passte. Die alte Dame erfreute sich zwar eines ausgezeichneten Gedächtnisses, sodass sie sich zu fast jedem Namen nach kurzem Nachdenken die Gestalt des Betreffenden ins Gedächtnis rufen konnte; der gewaltige Bart jedoch und das tief über die linke Gesichtshälfte fallende Haar Weiterlesen

Adalbert von Geiersberg – Kapitel 3

Adalbert von Geiersberg
genannt: Der Ritter von Habenichts,
ein Zauberzwerg namens Mossul sowie Meschhed, die Amazonenkönigin – das schönste Weib auf Erden und zugleich die furchtbarste Zauberin des Morgenlandes.
Eine abenteuerliche und höchst wundersame Geschichte aus der Zeit der Kreuzzüge nach Jerusalem.
Altötting und Burghausen, um 1860
Verlag der J. Lutzenberger’schen Buchhandlung

Dreifache Rettung

Georg schüttelte den Kopf. Alles überzeugte ihn, dass es hier nicht geheuer sei und ihnen beiden die größte Gefahr drohe. Im Stall, in dem sich nur zwei Kühe befanden, wies er jedem seiner zwei Rosse einen eigenen Stand zu – ohne jedoch die Sättel abzunehmen, damit sie nötigenfalls augenblicklich zum Aufsitzen bereit standen. Er ließ sie nicht angebunden vor der Raufe stehen, um durch nichts aufgehalten zu werden.

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Tür des Todes – Kapitel 9.1

John Esteven
Tür des Todes
Kapitel 9
Der Wein der Toten Teil 1

Es waren Überraschung und Schock, die mich für mehrere Minuten flach auf dem trockenen Rasen liegen ließen, auf dem ich mich wiederfand. Ich war nicht einmal betäubt, aber es schien mir, dass ich es sein müsste; und ich scheute mich davor, Arm oder Bein zu bewegen, aus Angst, sie könnten gebrochen sein. Die Maschine war weiter hinten zerschellt, und ich nahm sie in gut sechs Metern Entfernung nur verschwommen wahr.

Schließlich sammelte ich mich und meine Gedanken und stand auf, wobei ich jede Bewegung vorsichtig prüfte. Doch als ich nun benommen dastand und mich umsah, bemerkte ich einen Mann, der sich die Böschung herabließ und so schnell herunterkam, wie der Abhang es zuließ. Er knipste eine Taschenlampe an, als er mich erreichte, und in ihrem Licht stellte ich zu meiner Überraschung fest, dass es Roose von der Metropolitan Police war.

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Führer durch die Sagen- und Märchenwelt des Riesengebirges 37

Max Klose
Führer durch die Sagen- und Märchenwelt des Riesengebirges
Mit zahlreichen Abbildungen aus dem Riesengebirge
Verlag von Brieger & Gilbers. Schweidnitz (Świdnica). 1887.
Überarbeitete Fassung

XI.Bolkenhain und Schweinhaus

11. Burg Schweinhaus

Auf dem Abhange des Steinberges bei Bolkenhain liegen die Ruinen der großen Burg Schweinhaus. Diese soll böhmischen Ursprungs sein und ihren Namen vom Erbauer, Ritter Biwoy Swinka (Schweinchen), erhalten haben. Sie ist die Stammburg derer von Schweinichen und wurde wahrscheinlich schon vor dem 10. Jahrhundert erbaut. Nach einer anderen Sage soll die Burg Swinia (Schwein) geheißen haben. Als die Weiterlesen