Frankreichs eisiger Wilder Westen
Frankreichs eisiger Wilder Westen
Von der Pracht des Sonnenkönigs in die grüne Hölle Nordamerikas
Kerstin Groepers Historienroman Lilien über weißen Wegen – Die Eroberung Kanadas führt uns in ein historisches Pulverfass, das im kollektiven Gedächtnis viel zu oft vergessen wird. Die Autorin lässt uns mehr als nur einen Blick auf ein geopolitisches Drama werfen, das von der ersten bis zur letzten Seite fesselt.
Stellt euch vor: Man kehrt Europa den Rücken, lässt das Frankreich des Jahres 1665 hinter sich – eine Welt, die sich zunehmend um den absolutistischen Prunk von König Ludwig XIV. dreht – und betritt nach einer wochenlangen, entbehrungsreichen Überfahrt amerikanischen Boden. Doch statt des erhofften Paradieses in der Neuen Welt erwartet einen Nouvelle France, Neufrankreich. Es ist eine Kolonie, die kurz vor dem endgültigen Zusammenbruch steht.
Bevor wir in Kerstin Groepers neuesten, umfangreichen Roman eintauchen, müssen wir unser Augenmerk auf das historische Spielfeld richten. Die geopolitische Lage im Nordamerika des 17. Jahrhunderts präsentierte sich als hochkomplexes, brandgefährliches Schachspiel. Zwei massive existenzielle Krisen hielten die französische Krone damals im Würgegriff:
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Secret Service Band 4 – Kapitel 8
Francis Worcester Doughty
Secret Service No. 4
Old and Young King Brady Detectives
Der geniale Bluff der Bradys
Oder: Ihre Verfolgungsjagd zur Rettung einer Erbin
Eine interessante Detektivgeschichte aus dem Jahr 1899, niedergeschrieben von einem New Yorker Detective
Kapitel 8
Der Graf erlebt eine Überraschung
»Meine Beweggründe sind völlig uneigennützig«, fuhr der gewandte Schwindler fort. »Ich würde mich schämen, an einem Freund Gewinne zu machen.«
»Ihre Nächstenliebe ist grenzenlos, mein lieber Graf«, meinte Mrs. Larkin. »Es wäre mehr als undankbar von mir, dieses Angebot Weiterlesen
Aus den Geheimakten des Welt-Detektivs – Band 14 – 2. Kapitel
Aus den Geheimakten des Weltdetektivs
Band 14
Das Geheimnis der Goldgräberhütte
Kapitel 2
Die Maschinenschreiberin
Im Arbeitszimmer Sherlock Holmes’ klapperte die Schreibmaschine. Sie stand auf einem kleinen Tischchen, vor dem auf einem Sessel eine junge Dame von auffallender Schönheit saß. Man konnte sich kaum etwas Reizenderes vorstellen als diese schlanke, durch und durch jungfräuliche Gestalt in ihrem einfachen, schwarzen Kleid und das hübsche, leicht blasse Gesicht, das von dunklen Locken umrahmt wurde.
Sherlock Holmes hatte es sich in einem breiten Lehnstuhl bequem gemacht. Er qualmte aus seiner kurzen Pfeife und diktierte dabei nahezu pausenlos. Plötzlich jedoch nahm er die Pfeife aus dem Mund und wandte sich an die junge Dame:
Joe Hill – King Sorrow II
Roman, Hardcover, Heyne Verlag, München, Juli 2026, 640 Seiten, 24 Euro, ISBN: 9783453275799. Ebenfalls als E-Book (19,99 Euro) sowie als ungekürztes Hörbuch als Download (29,95 Euro) erhältlich. Übersetzt aus dem Amerikanischen von Stefanie Adam und Kristof Kurz.
Sie haben ihn beschworen, damit er sie beschützt – jetzt werden sie ihn nicht mehr los: Arthur Oakes und seine Freunde haben als junge Erwachsene mittels eines okkulten Buchs den Drachen King Sorrow beschworen, der in einer Welt jenseits der unseren existiert, aber einmal im Jahr zu Ostern stark genug wird, um in sie hinüberzuwechseln. Wenn diejenigen, die ihn einstmals riefen, ihm dann keine Opfer nennen können, die er verbrennen soll, sind sie selbst an der Reihe. Und King Sorrow ist ein wahrer Meister darin, die Regeln des Bündnisses sehr weit auszulegen – und dabei für alle sehr viel mehr Leid zu verursachen, als jeder zuvor für möglich gehalten hat.
Die Schwarzmäntel – Band 1 – Kapitel 3
Paul Féval
Die Schwarzmäntel
Originaltitel: Les Habits Noirs
Band 1
Kapitel 3
Fünfzig Don Juans
Wir müssen einige Stunden zurückgehen, um von einer Sache zu sprechen, die noch berühmter war als Monsieur Bancelles Geheim- und Tresorkassette. Zu jener Zeit war Caen eine etwas lautstarke Stadt: Die Studenten und das Militär machten viel Aufhebens um die hübschen Frauen. Die reizendste und zugleich schönste Erscheinung in Caen war Julie Maynotte, die Frau des Stahlschneiders. Die goldene Jugend der Stadt verließ die große Promenade und den Park der Präfektur, um unter den fernen Bäumen des Akazienplatzes auf und ab zu flanieren, seit André Maynotte an der Ecke der Promenade einen bescheidenen Laden für Büchsenmacherei und Kuriositäten eröffnet hatte, der rasch Zulauf fand.

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